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haut die Cousine...

...oder die Evolution des Semmelwürfel zum Croûton. Gut. Croûtons sind nunmal nichts anderes als geröstete Weißbrotwürfel. Und Semmeln bestehen so ungefähr aus dem selben Teig - von unterschiedlichen, mehr oder weniger natürlichen Inhaltsstoffen abgesehen. Trotzdem weigert sich mein Gaumen die gemeinen und bitte schön ganz und gar ungerösteten Semmelwürferl, welche Vorgestern in meiner Knoblauchcremesuppe ertrunken sind, als Croûtons anzuerkennen. Nicht dass ich ein übermäßiger Gourmet wäre, aber irgendwo hat einfach alles seine Grenzen. Ich muss gestehen dass ich mich an den Namen des Italieners nicht mehr erinnere. Trumilli? Timillo? Im dritten Wiener Gemeindebezirk, nähe dem Bahnhof Wien Mitte. Von dem nebenbei bemerkt kaum noch etwas zu sehen ist. Kleiner Tip: einfach den Dranglern und Punks folgen, dann kann man den Bahnhof gar nicht verfehlen. Die Suppe selbst war eigentlich recht gut. Zumindest schmeckte sie wirklich selbstgemacht und nicht wie aus dem Packerl. Nur die "Cro...

Wir werden alle sterben!

Oder "Dinge, von denen ich nicht will dass sie aus meinem Weckerl kriechen" und warum das eigentlich auch schon egal ist. Es gibt Dinge, die muss ich nicht haben. Zum Beispiel diese prellende Tastatur die seit gestern auf meinem Schreibtisch steht. Oder dass aus dem Weckerl auf das ich mich schon so gefreut habe einfach so ein ekeliger Käfer herauskriecht! Sierig wie ich bin, habe ich das Weckerl nach einem halben Tag Meditation dann doch gegessen. Schuld ist meine Mutter, denn Essen kann man doch nicht wegwerfen. Also habe ich alles verdächtige aus dem Weckerl entfernt, dass dem Käfer irgendwie als Nahrungsgrundlage gedient haben könnte, also das ganze Grünzeug, und habe den Rest gegessen. Mittlerweile überlege ich dass es ja auch ein Fleisch fressender Käfer hat sein können. Und den Selchschinken habe ich gegessen! Vielleicht hat er auch schon Eier abgelegt! Oder eigentlich "sie"... Wie auch immer, ich fühle schon wie die Nachkommen des Käfers in meinem Magen schl...

Nikotin-Boy

Wenn ich mich recht entsinne, habe ich schon erwähnt dass ich ein Freakmagnet bin. Meine heutige Zufallsbekanntschaft: Nikotin-Boy. So ein kleines, krochaeskes Menschlein fühlt sich heute früh gemüssigt den Platz vis à vis von mir einzunehmen. Auffälligstes Merkmal sind seine kleinen Würstelfinger. Obwohl von eher schlanker Gestalt, wirken diese rosafarbenen Finger aufgrund ihrer geringen Länge recht dick - wurstartig eben. Und dann der Geruch, der mich ihm den Namen geben lies. Dieser penetrant nach kaltem Rauch stinkende Atem, weckt Aggressionen ihn mir. Wo hingegen das schwarz gefärbte, fettige Haupthaar, dass unter der Krochakappe hervorlugt mehr Ekel hervorruft. Da sitzt er nun, der Nikotin-Boy, auf dem Weg nach wer weiß wohin. Es bewegt sich kaum, starrt nur mit leerem, stumpfen Blick, der Vorurteile nährt von mangelndem Intellekt des betreffenden Individuums. Woran es wohl denken mag, womit sich der Geist wohl gerade beschäftigt. Die selektive Misanthropie weicht und Erleichteru...

für den Arsch!

Werbung - ich liebe sie! Sie ist ein Maß für den Geisteszustand unserer Gesellschaft, Reibfläche für Geschlechterkonflikte, Spielwiese kranker Gedanken und meist einfach nur schlecht. Frühmorgens wenn mein Hirn erst langsam Sinn und Inhalt der Welt zu erkennen beginnt, lasse ich den Blick oft ziellos schweifen, da es an der für geistig anspruchsvolle Lektüre notwendigen Konzentration noch mangelt. Dabei gibt es für das müde Auge viel sinnentleertes wahrzunehmen während der Verstand Gefahr läuft an der Frage nach dem Ernst des gesehenen zu verzweifeln. Cola ist eine meist sehr zuckerhältige Flüssigkeit, manche nennen es auch Erfrischungsgetränk, durch Zuckercouleur braun gefärbt. Man platziere nun eine Flasche eines solchen Getränks neben einem nackten Frauenpopo und erwartet welche Assoziation? Ist das nun die Werbung eines Einlaufauffangebhälters oder ist besagtes Cola einfach nur für den Arsch? Das Werk kann im übrigen auch online bewundern...

Handsfree!

Wikipedia, und zwar die englische Ausgabe, schreibt: "Handsfree is an adjective describing equipment that can be used without the use of hands [...]". Was auf Deutsch so viel heißt wie: ein Trum, dass man ohne Hände nutzen kann. Kann, aber nicht muss! Es laufen ja eine Menge sehr hippe Menschen auf diesem blauen Planeten herum. Also mehr auf den grünen, braunen und/oder grauen Stellen desselben, weniger auf den blauen. Die blauen Stellen waren - angeblich - einem einzigen Pre-Hippie vorbehalten, der unter anderem dafür von verkannten Heimwerkern an eine simple Holzkonstruktion getackert wurde. Aber nicht Gotteslästerung ist Thema meines heutigen Ergusses, sondern die beiden hippen Yuppies, die dem "handsfree" ihrer mobilen Telekommunikationseinheit eine neue Bedeutung gaben. Das gemeine handsfree, oder nennen wir es einfach die und zwar die Freisprecheinrichtung, ist die, meist der mobilen Telekommunikationseinheit bereits im Lieferumfang befindlichen, schnurgebunde...

Der total blöde Schnappschuss

Ein neuer Schreibtisch, eine Folie, etwas Ozon und sonst auch nicht viel Motivation gepaart mit einem Fotohandy... Schon entsteht der total blöde Schnappschuss, den ich der Welt einfach nicht vorenthalten kann...

auf Wiedersehen

Medien wie Fernsehsender und Co. wurden früher als wichtige Instrumente der Demokratie gefeiert. Damit können wir nun wirklich aufhören denke ich... Ich will jetzt auch ein eigenes Fernsehprogramm machen. Viel scheint man dafür nicht zu brauchen, wie zB "Austria 9" vormacht: Man nehme ein paar "bekiffte Freaks" und lasse diese Zuschauerfragen betreffend derer Zukunft vage beantworten - im Fachjargon nennt man dass dann Astro-Show. Wer arm im Geiste und bekümmert über das eigene Leben ist, lässt sich so schon mal gerne ein paar viele Euros aus der Tasche locken. Wenn das nicht funktioniert bedient man sich eben einer sogenannten "call-in"-Show. Nicht minder bekiffte Freaks faseln hier offensichtlich stundenlang* auf das bedürftige Publikum ein um dieses zu Anrufen auf supergünstigen Mehrwertnummern zu verleiten. Für all jene die auch danach nicht aufgeben, werden Serienhighlights der letzten 50 Jahre präsentiert, wie beispielsweise Dallas. Auch nicht schle...

Erwachsenenbildung

Man Sperre vierzig Affen in einen Käfig, besprühe sie mit Pheromonen, füttere sie mit LSD, montiere eine Spiegelkugel und... dann kann man sich ungefähr die Szene vorstellen, in der ich mich kürzlich befand. Erwachsene Menschen unterscheiden sich von kleinen Kindern. Kleine Kinder, vor allem in großen Gruppen neigen nicht unbedingt zu bedachter Ruhe, können meist nicht ruhig sitzen und äussern ihre Meinung nicht leise und nacheinander. Erwachsene Menschen hingegen sind... etwas größer als kleine Kinder. Kleine Kinder zu unterrichten erfordert eine pädagogische Ausbildung, gute Nerven und eine starke Persönlichkeit. Erwachsenenbildung fordert vom Trainer einen Hang zum Masochismus, einen Blutalkoholgehalt von rund einem Promille, unheilbaren Wahnsinn oder einer Überdosis Beruhigungsmittel. Oder alles zusammen. Gut, zuweilen neige ich ein wenig zur Übertreibung um meinen Erzählungen etwas mehr Dramatik zu verleihen. Das mit den kleinen Kindern war eine Übertreibung. Vor nicht all zu lang...

Helden!

Vor ein paar Tagen jährte sich der Tod Ernesto "Che" Guevaras zum vierzigsten Male. Wer kennt ihn nicht, sei es nur das berühmte Konterfei wie es - dem (bösen?) Kapitalismus sei Dank - bereits auch auf vielen T-Shirts zu sehen ist. Ein Volksheld ist er, ein revolutionäres Idol und Vorbild der "Linken" und der Studentenbewegung. Kuba hat er (mit-)befreit und bei ein paar anderen Revolutionen war er auch mit von der Partie. Setzt man den Punkt hier an dieser Stelle, klingt die Sache ja noch recht gut und das Image des Helden wird weiterhin gehegt und gepflegt. Liest man in der Biographie allerdings bis zum (bitteren?) Ende, sollten dem reflektierten Menschen doch zumindest Zweifel an der Makellosigkeit des Mythos kommen. Was wird aus einem Helden, wenn dieser ein Arbeitslager errichtet, in dem neben Gegnern des Systems auch Homosexuelle und später auch AIDS-Infizierte untergebracht werden? Wie heldenhaft sind Hinrichtungen politisch und religiös andersdenkender Mensc...

K.I.

K.I. ist die gebräuchliche Abkürzung für künstliche Intelligenz. Ich habe heute einen rudimentären Ansatz einer KI kennengelernt und kann nach ca. 20 Minuten der Interaktion ohne schlechtem Gewissen behaupten: das Ding ist dumm. Vielleicht ist es bekannt, es ist eigentlich ein (Computer)Spiel, das ist 20 Fragen erraten soll woran man denkt. Wenn ich so darüber nachdenke ist es eigentlich mehr so eine Art Datenbank mit vielen interessanten Verknüpfungen. Wer auch immer dieses Ding gefüttert hat, war entweder fern jeder Realität (wie der typische Geek) oder einfach nicht Herr all seiner Sinne. An einen Dachziegel habe ich zum Beispiel gedacht. Auf die Frage ob es Geräusche machen kann, habe ich mit "ja" geantwortet. Das Spiel hat mich anschließend gemaßregelt dass ein Ziegel keine Geräusche machen kann. Und wenn der Ziegel nun vom Dach auf die asphaltierte Strasse fällt...? Nächster Begriff Liebe. Die Frage: findet man es auf einem Bauernhof. Das Spiel sagt "nein"! Gi...

männliches Balzverhalten

...oder "wie mache ich mich gekonnt lächerlich?" Auf meinen täglichen Reisen zur und von meiner Arbeitsstätte habe ich ja reichlich Gelegenheit diverse, humanoide Zweibeiner und -innen zu beobachten. Ich bin quasi der Horst Lorenz der Badner Bahn... oder wie auch immer der ältliche, mittlerweile längst verstorbene und daher sicher schon extrem verweste Taubenmann geheißen hat. Ein humanoides Verhalten, welches ich besonders bei Außentemperaturen jenseits der 25°C beobachten kann, ist das im Titel erwähnte, männliche Balzverhalten. Es dient dazu den humanoiden Weibchen zu imponieren um es dazu zu bringen Wäsche zu waschen, zu kochen und zu putzen. Oder so ähnlich. Ausgewählte Gustostückerl meiner Reisen möchte ich den geneigten Leser/-innen nicht vorenthalten und hiermit literarisch präsentieren - Prost-Mahlzeit! der Frettchenjunge Der gemeine Frettchenjunge ist von wohlgenährter Statur, mit einem eigenwilligen Humor ausgestattet, wird aber vom weiblichen Geschlecht nicht erns...

Marmelade bin Laden

Ein offener Brief an den Vienna International Airport. Man kann Marmelade mögen oder nicht. Die EU schreibt uns ÖsterreicherInnen beispielsweise vor, dass wir sie "Konfitüre" zu nennen haben. Der Flughafen Wien Schwechat hat - zumindest meine - Marmelade zu einem äusserst gefährlichen Kampfstoff erklärt. Vor nicht allzulanger Zeit hatten wir Besuch vom Taufkind meiner Frau, einer jungen Dame im Teenageralter. Als der Besuch zu Ende war und sie im Flugzeug heimreisen durfte, gab ich ihr noch zwei Gläser selbstgemachter Marmelade mit. Nicht's böses ahnend da es sich vor allem um einen Inlandsflug handelte. Aber ich habe nicht daran gedacht wie gefährlich eine 13jährige Teenagerin wohl aussehen muss, vor allem wenn sie mit zwei 125ml fassenden Marmeladegläsern bewaffnet ist. Hightech wie moderne Flugzeuge ist sensibel, nicht auszudenken was passieren würde wenn sie mit der Marmelade bewaffnet das Cockpit stürmen und dort damit herumkleckern würde! Kurz gesagt - man hat ihr...

beim Barte des Kaisers

Eine Diskussion ist per Definition ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Personen wobei jede Person ihre Argumente zu einem bestimmten Thema vorträgt. Sinn und Zweck sollte sein einen gemeinsamen Konsens zu finden. Jetzt gibt es aber Menschen welche die Diskussion an sich als reinen Selbstzweck betrachten. Ein Ergebnis ist nicht nur unwichtig sondern sogar schädlich, denn es würde die Diskussion beenden. Als halbwegs vernünftiger Mensch fühlt man sich in Gegenwart solcher Gesprächspartner und -innen als wäre man in einem Zeitstrudel gefangen. Immer wieder bekommt man bereits genannte und bekannte Argumente zu hören - oder anders ausgedrückt, man dreht sich in einem verbalen Kreis. Im privaten Bereich mag dies nur lästig sein, abgesehen davon dass man mit solchen Menschen künftig die Diskussion vermeiden wird. Im beruflichen Umfeld können einem solche Menschen das Leben schwer machen...

Helmfrauen

Tagtäglich begegnen mir die unterschiedlichsten Menschen - manche sind unauffällig, fast grau, andere wiederum geradezu grell, kreischend bunt oder sonst irgendwie besonders aus der Masse herausstechend. Ungerne kategorisiere ich Menschen, aber manche schreien geradezu danach in eine Schublade gesteckt zu werden. Mit den Zeigefingern beider Hände zeigen sie auch "ihre" Schublade, wollen mir sogar helfen sie zu öffnen. Zum Beispiel die Helmfrauen. Die gemeine Helmfrau ist grob geschätzt zwischen Mitte vierzig und Ende fünfzig. So genau kann man das nicht sagen - sie sehen eigentlich alt aus wenn man den Grad der Restaurierungsarbeiten betrachtet. Ihre Leibesfülle kann man mit zwei zugedrückten Augen als übermäßig beschreiben. Das alleine ist nichts besonderes, schließlich trifft das auf eine immer größer werdende Zahl von Menschen in unserer überzivilisierten Welt zu. Was sie hingegen schon zu etwas sehr besonderem macht, ist die Haarpracht. Helmfrauen verwenden jede Menge Ha...